Panaritium bei Rindern
Panaritium bei Kühen

Panaritium bei Rindern: Wie man Infektionen verhindert

Eine Kuh, die humpelt, an Gewicht verliert und weniger Milch gibt - das ist ein Problem, mit dem jeder Landwirt von Zeit zu Zeit konfrontiert wird. Die Ursache? Höchstwahrscheinlich eine Klaueninfektion. Panaritium ist eine der häufigsten Klauenkrankheiten bei Rindern.

Was sind die Symptome von Panaritium, was sind die Ursachen, und was können Sie tun, um eine Infektion Ihrer Kühe zu verhindern? Auf dieser Seite finden Sie die Antworten auf Ihre Fragen.

Was ist die Ursache von Panaritium bei Kühen?

Die für Panaritium verantwortlichen Erreger sind Bakterien, vor allem Fusobacterium necrophorum und Dichelobacter nodosus. Fusobacterium necrophorum gedeiht in sauerstoffarmen Umgebungen, z. B. zwischen den Zehen einer Kuh oder in feuchten, schmutzigen Bereichen. Dichelobacter nodosus zersetzt das Hufgewebe, was die Infektion weiter verschlimmert. Zusammen verursachen diese Bakterien eine bakterielle Infektion.

Die Eitererreger treten durch Läsionen oder Aufweichungen im Klauenzwischenraum in das Fett- und Bindegewebe ein und vermehren sich dort. Kühe mit engen und stark verschmutztem Zwischenklauenspalt oder mit Zwischenklauenwülsten sind besonders oft betroffen. Neben äußeren Ursachen können auch Fehler in den Haltungsbedingungen, wie in der Futter- und Wasserversorgung zu geschwollenen Klauen führen, die sich anschließend öffnen und das Eindringen der Bakterien ermöglichen. 

Wie wird Panaritium übertragen?

Panaritium kann über verschiedene Wege von Kuh zu Kuh übertragen werden:

  • Kontaminierte Flächen, wie Mist, nasse Einstreu und Schlamm
  • Falsche Klauenpflege, die Verletzungen verursacht
  • Geräte und Werkzeuge, die nicht ordnungsgemäß gereinigt und bei mehreren Kühen verwendet werden
  • Klauenbäder, die gemeinsam genutzte und nicht regelmäßig gereinigte werden
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Was sind die Symptome von Panaritium bei Kühen?

Die Symptome von Panaritium sind recht eindeutig (1-2). Sie können auch zu zusätzlichen Symptomen und weiteren Folgen führen (3-5):

  1. Schwellungen und Schmerzen im Klauenzwischenraum
  2. Hitze im Klauenzwischenraumn und Kronsaum
  3. Erhöhte Zellzahl
  4. Lahmheit
  5. Verringerte Milchabgabe

Wie kann man Kühe vor einer Panaritium-Infektion schützen?

Panaritium kann sich schnell ausbreiten und Ihre gesamte Herde befallen, sobald eine einzige Kuh infiziert ist. Die Folgen? Es schadet Ihren Kühen und kostet Sie als Landwirt sowohl Geld als auch Milch. Mit der richtigen Strategie und den richtigen Maßnahmen lässt sich Panaritium jedoch verhindern, und die Klauen Ihrer Kühe können gesund gehalten werden.

Eine saubere und trockene Stallumgebung ist entscheidend, denn sie schafft ungünstige Bedingungen für die Bakterien, die für Panaritium verantwortlich sind. In Kombination mit einer regelmäßigen und korrekten Klauenpflege, sowie der richtigen Hautpflege, sind Sie gut gerüstet, um die Ausbreitung der Krankheit in Ihrem Stall zu verhindern. Wenn Sie Ihre Kühe außerdem mit der richtigen Fütterung unterstützen, können sie gesünder und widerstandsfähiger werden.

5 Schritte, um zu verhindern, dass sich Ihre Kühe mit Panaritium infizieren:

Regelmäßige und richtige Klauenpflege
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Regelmäßige und richtige Klauenpflege

Eine gute Klauenpflege ist unerlässlich. In unserem Sortiment finden Sie viele Produkte, um Ihre Arbeit zu erleichtern. Der Pflegeschnitt sollte regelmäßig erfolgen, etwa 2-3 Mal pro Jahr.Klauenpflegestände ansehen
Saubere Klauenbäder
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Saubere Klauenbäder

Desinfizieren und reinigen Sie die Klauenbäder regelmäßig, um die Übertragung von Panaritium zu verhindern. Wechseln Sie außerdem regelmäßig die Lösung. Achten Sie darauf, nicht ausschließlich hautreizende Mittel zu verwenden.  Sorgen Sie außerdem dafür, dass die Umgebung des Klauenbads sauber bleibt. Eine Alternative zu klassischen Klauenbädern ist die MS AutoHoofClean, eine automatische und hautfreundliche Desinfektionsmatte, die rund um die Uhr aktiv ist.Mehr zu MS AutoHoofClean
Schaffen Sie eine trockene Umgebung
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Schaffen Sie eine trockene Umgebung

Die Bakterien, die für Panaritium verantwortlich sind, gedeihen in feuchten Bereichen, z. B. in nasser Einstreu. Um eine Ansteckung Ihrer Kühe zu verhindern, sollten Sie für ein trockenes Lebensumfeld sorgen und die Einstreu regelmäßig reinigen. Achten Sie darauf, dass der pH-Wert des Kalks nicht zu hoch ist, da sonst die Haut gereizt wird.MS DryCare Des ansehen
Saubere Werkzeuge und Ställe
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Saubere Werkzeuge und Ställe

Neben der regelmäßigen Beseitigung von Gülle und der Sauberkeit des Stalls sollten auch die Werkzeuge und Geräte sauber sein. Gemeinsam genutzte Klauenpflegegeräte wie Klauenmesser und Klauenpflegestände sollten regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden, um eine Ansteckung anderer Kühe zu verhindern.Wie reinigt und desinfiziert man in einem Milchviehbetrieb?
Unterstützung durch die richtige Ernährung
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Unterstützung durch die richtige Ernährung

Gesunde Kühe sind widerstandsfähiger. Stellen Sie sicher, dass Ihre Kühe eine ausgewogene und mineralstoffreiche Fütterung erhalten. Zink kann helfen, die Klauen Ihrer Kühe zu stärken, und Selen kann ihr Immunsystem stärken, zum Beispiel in Form eines Bolus.Mehr zur High Performance Box

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Das MS AutoHoofClean System bietet eine innovative Lösung für die automatische Klauenpflege, die den Einsatz von Klauenbädern überflüssig macht. Die intelligente Pumpe mit Durchlaufmatte sorgt dafür, dass die Klauen Ihrer Kühe täglich gepflegt werden, ohne dass Sie zusätzliche Arbeit haben. Das Ergebnis sind gesündere Klauen und eine höhere Milchproduktion.

Häufig gestellte Fragen über Panaritium bei Kühen

Unsere Milchvieh Experte

Niklas Verhoeven

n.verhoeven@schippers.eu
Niklas Verhoeven ist unser Spezialist rund um Milchkühe und unser MS AutoHoofClean Konzept. Haben Sie eine Fragen? Schicken Sie einfach eine E-Mail.

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