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Die Pansenazidose ist eine nicht zu unterschätzende und eine ernst zu nehmende Stoffwechselstörung. Vor allem hochleistende Milchkühe und Kühe in der Transitphase sind oft stärker davon betroffen. Bei einer Pansenazidose handelt es sich um eine Verdauungsstörung, bei der der pH-Wert des Pansens stark sinkt und der Pansen übersäuert. Pansenazidosen werden unterschieden in die akute Pansenazidose und die subakute Pansenazidose. Die akute Pansenazidose tritt seltener auf, ist dafür im Vergleich zur subakuten Pansenazidose wesentlich gefährlicher.
Die Folgen der Erkrankung sind z.B. Entzündungen der Schleimhäute im Darmtrakt durch Übersäuerung, aber auch Toxine und Krankheitserreger in der Blutbahn, die dazu führen, dass sich Leberabszesse oder eine akute Klauenrehe bilden. Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit von Früh- und Totgeburten signifikant an. Wenn eine akute Pansenazidose nicht behandelt wird, kann sie zum Festliegen oder zum Tod führen.
Veröffentlicht am 04.06.2025 | Zuletzt aktualisiert am 30.09.2025
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Die Wurzeln der Pansenazidose liegen nicht in Bakterien oder Viren. Vielmehr sind sie auf die Fütterungspraxis, Futtermittelqualität und die Pansenfermentation zurückzuführen.
Eine akute Pansenazidose tritt auf, wenn wenn die Kuh plötzlich große Mengen von leicht verdaulichem, beziehungsweise stark gärendem Getreide und gleichzeitig zu wenig Rohfaser zu sich nimmt. Dadurch steigt die Konzentration von flüchtigen Fettsäuren und Milchsäuren sehr schnell an, und der pH-Wert sinkt auf unter 5,0. Dies führt zu einem Fermentationsungleichgewicht, das den gesamten Verdauungsprozess der Kuh stört.
Bei einer subakuten Pansenazidose fällt der pH-Wert nicht so drastisch und plötzlich ab. Es kommt zu wiederholten Abfällen über einen längeren Zeitraum. Oft ausgelöst durch eine unausgeglichene Fütterung.
Da die Pansenazidose nicht durch Bakterien oder Viren verursacht wird, breitet sie sich nicht auf die typische Weise aus wie andere Krankheiten. Wenn jedoch alle Kühe auf die gleiche Weise gefüttert werden, können mehrere Kühe gleichzeitig an Pansenazidose erkranken.
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Im Falle einer subakuten Pansenazidose sind die Symptome nicht immer deutlich oder erkennbar. Bei einer akute Pansenazidose können folgende Symptome auftreten:
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Eines der Ziele, das jeden Milchviehhalter vereint, ist die Gesundheit der Kühe. Dieses Ziel bringt jedoch einige Herausforderungen mit sich. Eine davon ist die Pansenazidose. Der Schlüssel zur Vorbeugung ist die Fütterung. Ausgewogenes Futter, eine optimale Rationsgestaltung mit minimaler Futterselektion, sauberes Wasser und bei Bedarf Ergänzungsfuttermittel können helfen, Pansenazidose bei Ihren Kühen zu verhindern.
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