Coccidiosis poultry chicken
Kokzidiose bei Geflügel

Wie Sie Ihre Hühner vor Kokzidiose schützen können

Kokzidien verursachen in der Geflügelindustrie weltweit einen Schaden von über 2,2 Milliarden Euro. Dazu gehören Medikamente, Leistungseinbußen und der Austausch von Küken.

Durch Biosicherheitsmaßnahmen können Sie die Einschleppung der Krankheit in Ihrem Betrieb verhindern oder Schritte zu ihrer Ausrottung unternehmen und gleichzeitig die Leistung Ihrer Tiere verbessern.

Veröffentlicht am 07.03.2024 | Zuletzt aktualisiert am 29.09.2025

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Was verursacht die Kokzidien bei Hühnern?

Kokzidiose bei Hühnern ist eine Krankheit, die durch mehrere Eimeria-Arten von Protozoenparasiten verursacht wird, die jeweils bestimmte Teile des Hühnerdarmes befallen.

Zu den häufigsten Arten gehören Eimeria acervulina, Eimeria maxima und Eimeria tenella.

Eimeria-Parasiten werden durch ihre Eier (Oozysten) übertragen. Diese werden im Darm des infizierten Wirts abgelegt und über dessen Kot weitergegeben. Die Hühner nehmen die Oozysten aus der Umwelt auf.

Übertragung und Verbreitung von Kokzidioseerregern

Oozysten sind äußerst widerstandsfähig und können lange Zeit außerhalb ihres Wirts überleben. Sie entwickeln sich besonders gut in den warmen, feuchten und oft verschmutzten Bedingungen, die typischerweise in Geflügelställen herrschen.

Geflügelställe mit schlechten Hygienepraktiken sind besonders anfällig für Ausbrüche. Die Aufrechterhaltung eines sauberen, trockenen Stalls kann die Kokzidienexposition und die Parasitenbelastung Ihrer Vögel erheblich reduzieren.


Die Eier des Parasiten können auf dem Weg in den Betrieb gelangen:

  • Einschleppen von infizierten Vögeln
  • Kontaminierte Ausrüstung oder Kleidung
  • Wildvögel und Nagetiere
  • Verunreinigtes Futter oder Wasser
  • Transportfahrzeuge
  • Rekontamination durch schlechte Reinigungs- und

    Desinfektionsprotokolle/ -produkte

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Was sind die Symptome der Kokzidiose?

Kokzidiose ist vor allem bei jungen Küken problematisch, kann aber bei Hühnern jeden Alters auftreten. Alle Hühner tragen von Natur aus einige Kokzidien in ihrem Darm. Bei gesunden erwachsenen Hühnern verursacht eine geringe Anzahl "vertrauter" Kokzidien keine gesundheitlichen Probleme, da sie ihre Immunität aufgebaut haben.

Kokzidienparasiten in geringer Anzahl verursachen keine Symptome. Zu den Anzeichen einer behandlungsbedürftigen Kokzidiose gehören jedoch:

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  1. Diarrhöe
  2. Reduzierte Futteraufnahme
  3. Gewichtverlusst oder verringertes Wachstum
  4. Dehydrierung
  5. Blasse Kämme und Kehllappen
  6. Hängende Körperhaltung und Flügel
  7. Gesträubte oder aufgeplusterte Federn
  8. Trübe, matte oder glasige Augen

Der Durchbruch in der Geflügelhaltung

Natürliche Alternative zu Kokzidiostatika – ohne Leistungseinbußen

Unser HyCare-Team hat einen bedeutenden Schritt in der Bekämpfung der Kokzidiose gemacht: In einem umfangreichen Praxistest wurde erstmals gezeigt, dass die parasitäre Darmerkrankung bei Masthähnchen auch ohne den Einsatz von Kokzidiostatika erfolgreich kontrolliert werden kann – bei gleicher Leistung und besserer Tiergesundheit


Machen Sie jetzt den entscheidenden Schritt in der Bekämpfung von Kokzidiose

Biosicherheitsmaßnahmen für Geflügelbetriebe

Eine gute Biosicherheit ist der wichtigste Schutz, den Geflügelhalter haben, um die Einschleppung von Eimeria-Parasiten in ihren Betrieb zu verhindern.

Die Umsetzung klarer Hygieneprotokolle und -maßnahmen für Besucher, Fahrzeuge, Futtermittel und Waren, die in den Betrieb gelangen, ist wichtig, um die Einschleppung von Kokzidiose zu verhindern.

Eine gute Ernährung trägt dazu bei, das Immunsystem in guter Verfassung zu halten. Behandeln Sie Ihre Hühner, bis sie die Möglichkeit haben, eine Immunität aufzubauen.

Die 5 Schritte zur Vorbeugung von Kokzidien bei Hühnern

Für jeden Geflügelbetrieb ist es von entscheidender Bedeutung, proaktive Maßnahmen zu ergreifen, um Hühner vor Kokzidiose zu schützen und ihre Verbreitung zu verhindern. Dazu gehört die Umsetzung dieser fünf wesentlichen Biosicherheitsrichtlinien, um Ihre Herde zu schützen und zu den Präventionsbemühungen beizutragen.
Schützen Sie Ihre Herde: Hygiene ist der Schlüssel
Schritt 1

Schützen Sie Ihre Herde: Hygiene ist der Schlüssel

Um Ihr Geflügel vor Kokzidien zu schützen, empfehlen Experten dringend, strenge Hygienemaßnahmen zu ergreifen. Jede Person, die den Geflügelbetrieb betritt, muss duschen und sich gründlich waschen. Die Umsetzung eines strengen Hygieneprotokolls ist entscheidend für die Vermeidung potenzieller Probleme und der Schlüssel zu Ihrem Erfolg.Wie richtet man ein Hygieneprotokoll für Besucher ein?
Verhinderung von Kreuzkontaminationen mit einem Farbsystem
Schritt 2

Verhinderung von Kreuzkontaminationen mit einem Farbsystem

Spezielle Farben für Werkzeuge, Ausrüstung und Kleidung können dazu beitragen, eine Kreuzkontamination zwischen Betrieben, Standorten oder Ställen zu verhindern. Wenn die Kokzidien in einem Stall entdeckt wird, stellt diese Praxis sicher, dass sie nur in diesem Stall bleibt. So wird die Eindämmung erleichtert.Wie richte ich ein Farbsystem ein?
Reningung und Desinfektion
Schritt 3

Reningung und Desinfektion

Es ist erforderlich, ein strenges Reinigungs- und Desinfektionsprotokoll für alle Fahrzeuge, Geräte und Ausrüstungen zu erstellen, die auf dem Betrieb benutz werden oder neu auf dem Betrieb sind. Die Reinigung und Desinfektion ist das wichtigste Werkzeug, das Landwirte haben, um die Einschleppung der Vogelgrippe zu verhindern.Wie man einen Geflügelstall effektiv reinigt und desinfiziert
Sicherstellung von sauberem Trinkwasser
Schritt 4

Sicherstellung von sauberem Trinkwasser

Eine ständige Versorgung mit sauberem und gesundem Trinkwasser ist für die Gesundheit Ihrer Tiere unerlässlich. Die Reinigung und Desinfektion der Wasserleitungen trägt dazu bei, die Einschleppung der Geflügelpest über das Tränkesystem zu verhindern. Besonders bei der Verwendung von Oberflächenwasser als Trinkwasserquelle ist dies sehr wichtig.Saubere Wasserversorgung sicherstellen
PH-Werte mit organischen Säuren senken
Schritt 5

PH-Werte mit organischen Säuren senken

Die Senkung des pH-Wertes im Darm kann dazu beitragen, die Anzahl der Eimeria-Parasiten im Darmtrakt zu verringern. Organische Säuren werden häufig zur Unterstützung der Gesundheit des Magen-Darm-Trakts eingesetzt.Wie organische Säuren zur Verbesserung der Darmgesundheit beitragen können

Experten empfehlen:

MS MegaDes Para ist ein spezielles Desinfektionsmittel zur Bekämpfung von Oozysten (Eiern) von Parasiten und Würmern, einschließlich der Parasiten, die Kokzidiose oder die Schwarzkopfkrankheit bei Geflügel verursachen.

Häufig gestellte Fragen über Kokzidiose bei Geflügel

Stephanie Dahmen - Unsere Geflügel Expertin

Stephanie Dahmen

s.dahmen@schippers.eu
Stephanie Dahmen ist unsere Expertin für Geflügel. Haben Sie eine Frage? Schreiben Sie einfach eine E-Mail!

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